Wort zum Monat April 2020

Pastor Uwe Petz

Monatsspruch für April 2020

„Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.

1.Korinther 15,42 

Liebe Gemeinde, liebe Leser, 

haben Sie den 1. April gut überstanden oder steht Ihnen das „April, April!“ noch bevor? Wie dem auch sei, der Bibelvers für diesen Monat gleicht vielen einem „Scherz.“ Da erlaubt sich einer doch einen Spaß, wenn Auferstehung von den Toten ernsthaft erwogen wird? Das hat es doch noch nie gegeben und wird es in absehbarer Zeit auch nicht geben. Christlicher Glaube wird damit um seinen Ursprung, seine Mitte gebracht. Denn der Glaube besteht nicht zuallererst in moralischen Vorschriften. Gewiss, er trägt ein äußeres, sichtbares Gewand, mit dem sich bestimmte Verhaltensformen verbinden, aber es wäre falsch 1:1 vom Äußeren auf das Innere zu schließen. Da besteht doch ein Unterschied. Ansonsten müssten Christen moralisch absolut integer sein. Gewissermaßen sündenfrei leben. Aber das Sündigen lässt sich in dieser Welt nicht vermeiden. Anders gesagt: Wir sind als Christen ein Leben lang auf Vergebung hingewiesen. Hingewiesen, nicht angewiesen. Denn Angewiesensein klingt nach Abhängigkeit und Zwang. Das möchte niemand erfahren. In der Liebe gibt es kein Angewiesensein. Da hilft man sich gerne, das tut man gerne für den anderen. In dieser Hinsicht bildet Liebe ein weiteres Schlüsselwort für den Glauben, wenn es nicht das wichtigste ist. In der Liebe denkt es sich anders. Einer ist dem anderen zugeordnet, an seine Seite gestellt. Mancher wendet mit Blick auf den Monatsspruch ein, das Wort Liebe kommt doch gar nicht darin vor. Stimmt, auf den ersten, oberflächlichen Blick. Bedenkt einer den Vers tiefer, liest zwischen den Worten, dann stößt er, sie früher oder später auf die Liebe Gottes. Sie verbindet sich mit dem Gegensatz verweslich-unverweslich. Leben wandelt sich in ewiges Leben. Dabei stellt sich ein Logik-Problem. In „verweslich-unverweslich“ steckt das Wort Wesen. Das wird allgemeinhin als unwandelbar angenommen. Mit dem Wesen, dem Kern einer Sache, steht oder fällt die Sache selbst. Wie also kann der Vorgang gedacht werden? Mit natürlichen, wissenschaftlichen Mittel wird man nicht herankommen. Vielleicht im Nachhinein entschlüsseln, aber der Vorgang als solcher bleibt unbegründet. Ein ähnlicher Sachverhalt begegnet in der Evolutionstheorie. In ihrem Nachhinein erlaubt sie sich einen Vorgriff auf sich selbst, wenn sie sich selbst begründet. Das Warum aller Entwicklung ist letztlich ungeklärt. Glaube sieht hinter dem Entwicklungsgedanken Gottes liebevolles Handeln. Die Schöpfungsgeschichte in den ersten Kapiteln der Bibel erzählt davon. Liebe kümmert sich. Davon erzählen die ersten Kapitel ebenfalls. Sie sieht auch das ewige Leben vor. Liebe verwan-delt Menschen. Das geht über jedes stoffliche Denken hinaus. In gewisser Hinsicht geht es übernatürlich zu. Dies gilt auch für die Auferstehung. Gottes Liebe verwandelt. Aus hartherzigen Menschen werden barmherzige. Die Wandlung des Lebens in ewiges Leben lässt sich nachvollziehen. Ob sie damit restlos geklärt ist, wage ich, zu bezweifeln. Das ist mir aber auch egal, weil ich entscheidend um Gottes Liebe weiß. In Jesus Christus gilt sie vorbehaltlos allen Menschen. Jetzt, wo die Passionszeit auf ihren Höhepunkt den Karfreitag zueilt, liegt es wieder vor Augen, was Gott in Liebe auf sich genommen hat. Nach allgemeinem Verständnis schließe Liebe den Tod am Kreuz aus, aber Liebe kennt auch das Opfer. Es lässt sich nicht verordnen, aber es geschieht zuweilen: in der Familie, unter Freunden, im Krankenhaus, im freiwilligen Engagement. Und im Einsatz für andere kommt wieder etwas zurück, das das eigene Leben bereichert – ein Gespür für Auferstehung ent-wickelt sich. Einer sät in der Liebe und findet Erfüllung. Nicht immer und überall, aber unerwartete Wunder geschehen.  

Gott segne mit dem täglichen Auf(er)stehen der Liebe 

Ihr Pastor

Uwe Petz

Jahreslosung 2020

Ich glaube; hilf meinem Unglauben.

Markus 9,24

Monatsspruch April 2020

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.

1.Korinther 15,42

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