Wort zum Monat September 2021

Pastor Thomas Struckmeier

Liebe Obernbeckerinnen und Obernbecker,

wieder einmal ist unklar, wie es weitergeht in der Pandemie. Was jetzt zählt, wenn ich schreibe, ist überholt, wenn Sie es lesen. Wie es bei uns weitergeht und wie die Veränderungen aussehen, ist offen. 
Zuversichtlich bin ich, dass wir Gottesdienste feiern werden. Gut möglich, dass wir uns Neues einfallen lassen müssen. Aber auch altvertraute Worte werden zu hören sein. Zum Beispiel, dass "unsere Hilfe vom Herrn kommt, der Himmel und Erde gemacht hat". So sagen sich Pastor und Gemeinde gleich zu Beginn des Gottesdienstes zu. dass sie von Gott, dem Schöpfer, erwarten, dass er auch hier und heute die Nöte seiner Menschen sieht und ihnen hilft. Wenn es anders wäre, wäre nicht nur der Gottesdienst, sondern auch Gott selbst für uns überflüssig. Wir feiern unsere Glaubensfeste, weil wir mit Gott rechnen. Hilfe kommt vom Herrn. Die Worte stammen aus einem alten Lied oder Gebet, das in der Bibel überliefert ist (Psalm 121, 2). Vielleicht ein frommes Reiselied. 

Manche denken an Wallfahrer in den Tempel nach Jerusalem. Da lauerten konkrete Gefahren: Krankheiten und Unfälle, Unwetter, Diebstahl. Uns hier sind in diesem Sommer die Gefahren auf den Leib gerückt. Da müssen wir gar nicht reisen. Hilfsbedürftig sind wir allerdings auch.

Nun sind Wunder heute genauso selten wie früher. Das heißt: es ist unwahrscheinlich, dass Gott direkt eingreift. Der Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, hat uns mit Verstand geschaffen, damit wir ihn auch einsetzen. Gott wirkt durch uns. Das ist der Normalfall. Die Hilfe, die von Gott kommt, ist heimlich, still und leise. Oft fällt sie gar nicht auf - jedenfalls dem nicht, der mit Gott nicht rechnen will. Für die einen war es Zufall, für die anderen war Gott dabei. Die einen danken den Menschen, die in den überfluteten Gebieten handfeste Hilfe leisteten, die anderen danken ihnen und im gleichen Atemzug auch Gott, der nicht nur Himmel und Erde, sondern auch hilfsbereite Menschen gemacht hat. Wer glaubt, sieht sich selbst, seine Mitmenschen und die Welt in einem neuen Licht. Wer glaubt, kann zugeben, hilfsbedürftig zu sein. Wer glaubt, kann zugeben, dass es mehr und besseres zwischen Himmel und Erde gibt. Wer glaubt, rechnet mit Gott, der dem Leben einen Sinn gibt und der nicht zulässt, dass unser Leben sinnlos verfliegt. Wer glaubt, ist unterwegs. Das Leben eine Reise, mit einem Ziel.

Das alles steckt in den Worten, die allen vertraut sind, die unsere Gottesdienste besuchen. Eine Formel, über die ich gar nicht groß nachdenke, wenn ich sie spreche oder höre - und doch steckt mindestens der halbe Glaube darin. Ich hoffe, dass uns diese Worte helfen, mit der Hoffnung, dass es doch bald wieder gut werde bei uns und der Sorge, dass wieder einmal ein beschwerlicher Herbst auf uns wartet, gut umzugehen. 

Hilfe kommt vom Herrn. Wir rechnen mit Gott. Aber genauso gilt, dass Gott mit uns rechnet - mit unserer Energie, Kreativität, Vernunft und nicht zuletzt mit Liebe.

Einen hilfsbereiten September wünscht Ihnen
Ihr Pastor Thomas Struckmeier.

Jahreslosung 2021

Jesus Christus spricht:
"Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!"


Lukas 6,36

Monatsspruch September 2021

Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt’s in einen löchrigen Beutel.

Haggai 1,6

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 Auto-Gottesdienst am Pfingstmontag 2021

Wir laden Sie ein

Sonntag, 3.10.2021 11.00 Uhr
Familiengottesdienst zum Erntedankfest mit anschließenden Kinderfest

Löhne: Christuskirche Obernbeck

Sonntag, 10.10.2021 10.00 Uhr
Taufgottesdienst

Löhne: Christuskirche Obernbeck Pfarrer Thomas Struckmeier

Sonntag, 10.10.2021 16.00 Uhr
Konzert des Niedersächsischen Vokalensembles

Löhne: Christuskirche Obernbeck