Wort zum Monat August 2018

Pastor Thomas Struckmeier

Liebe Obernbeckerinnen und Obernbecker,

wenn wir in den Kalender blicken, sind wir alle noch Heiden. Wochentage heißen nach den altgermanischen Göttern Donar und Frija, und die Monatsnamen huldigen altrömischen Göttern wie Janus, Mars, Maia und Juno. Der August wiederum kommt etwas menschlicher daher. Aber nicht viel. Der erste römische Kaiser bekam zu Beginn seiner Herrschaft den schönen Titel „Der Erhabene“ verliehen – auf gut Lateinisch: Augustus. 

Mit diesem Namen ging er in die Geschichtsbücher ein – und auch in die christliche Heilsgeschichte. Am Anfang von Weihnachten steht Augustus: 

„Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde.“ 

Ungefähr zu dieser Zeit, also noch zu Lebzeiten des Kaisers, wurde der achte Monat des römischen Jahres in „Augustus“ umbenannt. So heißt der Monat noch heute, anderthalb-tausend Jahre nach dem Untergang des römischen Imperiums, über zweitausend Jahre nach dem Beginn der christlichen Zeit.

Augustus war ein geschickter Propagandist seiner selbst. Sein Aufstieg war gewalttätig, skrupellos und blutig, aber am Ende seines langen Regiments inszenierte er sich als Friedensfürst und Heils-bringer. Der Monat August ist wohl sein erfolgreichster Propaganda-schachzug. So führen wir heute noch den Namen des Kaisers viel-fach im Mund, vor allem zur Ferienzeit. Doch wer denkt dabei noch an den Herrscher eines lange untergegangenen Reiches? Wer kennt sein Leben, seine Tage, seine Erfolge, seine Götter? Selbst der Vorname „August“ ist gewaltig aus der Mode gekommen. Der sprichwörtliche „dumme August“ macht sogar Eltern Angst, die bei der Namensfindung vor nichts zurück schrecken.

Als sich das Leben des Augustus dem Ende zuneigte, begann das Leben Jesu. Am Ende seines Lebens erliegt er der Macht Roms – das Kreuz ist typisch römische Hinrich-tungsmethode. Doch seine Bot-schaft lebt noch heute. Zwar ist nach Jesus kein Monat benannt, doch nach ihm zählen wir die Jahre. Er ist die Zeitenwende.

Jesus hat klare Worte zum mensch-lichen Streben, sich selbst ein Denkmal zu setzen: „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht.“ 

Klingt wie ein Wort zur Zeit und ist doch zuerst einmal ein Wort an die Christen, nicht auf andere herabzu-blicken und sich nicht in die Jagd nach dem Platz an der Sonne, nach Macht und nach Anerkennung zu verstricken. Wir wären nicht die ersten, die sich hoch erhaben fühl-ten und doch nichts als dumme Auguste sind. Meine Idee für diesen August: Ferien vom Geltungsdrang.

Einen gesegneten August wünscht Ihr Pfarrer

Thomas Struckmeier

 

 

 

Jahreslosung 2018

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

Offenbarung 21,6

Monatsspruch August 2018

Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.

1. Johannes 4,16

Download

Hier gelangen Sie direkt in den Downloadbereich.

Wir laden Sie ein

Sonntag, 19.08.2018 11.00 Uhr
Taufgottesdienst

Löhne: Christuskirche Obernbeck Pfarrer Uwe Petz

Sonntag, 26.08.2018 11.00 Uhr
Open-Air-Gottesdienst am Rassegeflügelzuchtverein, gemeinsam mit Löhne-Ort und Taufe

Dummybild
Löhne: Gelände des Rassegeflügelzuchtvereins (RGZV) Pfarrer Uwe Petz

Donnerstag, 30.08.2018 10.00 Uhr
Ökumenischer Einschulungsgottesdienst zum Schulanfang

Löhne: Christuskirche Obernbeck Pfarrer Rolf Bürgers