Wort zum Monat Juni 2019

Pastor Uwe Petz

Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.“
Sprüche 16,24 (L)

 

Liebe Gemeinde, 

ich sitze am Schreibtisch und darf die Andacht für den Juni-Gemeindebrief schreiben. Draußen ist es nass und kühl. Zwar bin ich im Warmen, aber irgend¬wie färbt das Wetter auf mich ab. Ich bin unmotiviert. Das schlechte Wetter schlägt mir auf die Stimmung. Zur Abgabe der Andacht hätte ich noch etwas Zeit. Ich könnte die Andacht auf Morgen schieben. Zudem sagte mir die Losung für den Monat auf den ersten Blick nichts. Was soll ich dazu schreiben? Doch ich hatte die Rechnung ohne den Heiligen Geist gemacht. Der gab den Motivationsschub, und ich begann zu schreiben. Da kam ein Gedanke nach dem anderen. So schnell, dass ich Mühe hatte, sie zu sondieren. Zudem sollte es bei einer Andacht bleiben und kein Roman daraus werden. Anfangs meldete sich ganz kurz eine Frage: Was bestimmt mich? In der Regel weiß ich das, aber für den Moment war es eben nicht so. Da ließ ich mich anfangs vom schlechten Wetter bestimmen.

Stimmungsschwankungen aufgrund des Wetters haben viele. Manchen geht es dabei bis in die Knochen. Sonne dagegen weckt die Lebensgeister bei vielen. Was bestimmt mich? Dazu gehören auch die Menschen um mich. Viele sind freundlich, aber eben nicht alle. Da kann einem schon mal der Falsche über den Weg laufen, der einem den Tag vermiesen kann. Orientiere ich mich dann an dem „Wie du mir, so ich dir“? Oder: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus?“ Der Bibelvers kommt alternativ-los daher. Er kennt nur eines: freundliches Reden. Die andere Möglichkeit bleibt unerwähnt. Nicht, weil man das nicht kennt, sondern, weil es dem Leben nicht dienlich ist. Unfreundliches Reden schadet und daher ist es (im Glauben) auch keine wirklich zu wollende Alterna-tive. Was bestimmt mich? Freund¬liches Reden braucht Sonne im Herzen. Liebe muss einen bestimmen. Im Du das Ich sehen. Gute Worte bilden einen Segen für den anderen. Segnen bedeutet nichts anderes, als dass Gott ein gutes, lebens-dienliches Wort für einen hat. Diese Güte darf im Glauben weitergegeben werden. „Freundliches Reden“ gleicht dabei einer Kostbarkeit wie Honigseim. Die Wirkung auf Seele und Leib bleibt nicht aus. Was bestimmt mich? Wie spreche ich von anderen?  „Freundliche Reden“ beinhal-ten keine Lobreden, sondern die Art und Weise, miteinander zu reden. Damit schmiert man keinem Honig ums Maul, aber es hilft, miteinander auszukommen. Kritik und Wohlwollen schließen sich nicht aus. So heißt es auch: „Freundlich-keit hat noch keinem geschadet.“ Das Sprichwort geht in erster Linie auf einen selbst zurück. Man ist freundlich, um Schaden für sich abzuwenden. Der mögliche Schaden bestimmt die Freund-lichkeit des eigenen Verhaltens. Bei unfreundlichen Begegnungen kann Freundlichkeit daher gespielt sein. Der Bibelvers hat eine andere Souveränität des Handelnden. Sie liegt beim Handeln-den selbst. Dann heißt es: An einem schlechten Beispiel muss ich mir kein Vorbild nehmen. Dann kann einer freund-lich sein, auch wenn die, der andere einem blöd kommt? Mir kam das Wetter blöd. Gott sei Dank kam der Losungsvers als freundliche Rede Gottes daher und erinnerte mich an den Blickwinkel des Glaubens. 

Segne Gott mit freundlichem Reden miteinander, voneinander

Ihr Pastor 

Uwe Petz

 

PS.: Es ist immer noch nass und kühl draußen, aber die Sonne lacht im Herzen.

Jahreslosung 2019

Suche Frieden und jage ihm nach!

Psalm 34, 15

Monatsspruch Juni 2019

Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.

Sprüche 16,24 (L)

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Gottesdienst vom 03.02.2019
(Konfirmationsjubiläum)

Wir laden Sie ein

Sonntag, 30.06.2019 11.00 Uhr
Ökumenischer Stadtgottesdienst

Löhne: Britta-und-Ulrich-Findeisen-Platz Starnitzke

Mittwoch, 3.07.2019 17.15 Uhr
Gottesdienst mit Verabschiedung der Schulkinder der Kita Arche

Löhne: Christuskirche Obernbeck Pfarrer Thomas Struckmeier

Sonntag, 7.07.2019 10.00 Uhr
Gottesdienst mit Abendmahl

Löhne: Christuskirche Obernbeck Pfarrer Uwe Petz